Wissenschaftsstandort Potsdam
Der Stadtteil Golm ist als Wissenschaftsstandort auf der City Tour Potsdam zweifelsfrei ein Höhepunkt für alle wissenschaftlich Interessierten. Neben einem weiteren Standort der Universität - Sprachwissenschaften, Musik, Kunst, Pädagogik und Sport sind mit Ihren Fakultäten hier untergebracht - haben sich an diesem Ort auch das Fraunhofer- und das Max-Planck-Institut mit mehreren Forschungseinheiten niedergelassen. Unter anderem wird hier auch Genmanipulation an Pflanzen untersucht, was anfänglich zu regen Protesten der Bevölkerung führte. Mittlerweile haben sich die Golmer dahingehend beruhigt und sind stolz auf "ihren" Forschungs- und Wissenschaftsstandort. So findet man hier auch hin und wieder kleinen Hinterhofverlage, die sich die Mühe machen, den großen Potsdamer Zeitungen täglich ein Tageshoroskop zu allen Themen zur Verfügung zu stellen.
Wissenschaftsstandort und Stadtforst in einem
Weiter geht die Tour durch Potsdams City nach Potsdam West. Hier liegt Lenne's "vergessener Garten", der Wildpark. Man erreicht das 875 Hektar große Gelände vom Kaiserbahnhof aus. Dieser war fast völlig ausgebrannt, wurde aber jüngst wieder nach historischem Vorbild aufgebaut und wird von der Bahn als Ausbildungsstätte genutzt. Im Wildpark kreuzen sich die sternförmig angelegten Wege und führen durch ursprüngliche Wildnis. Seltene Pflanzen und manch wildes Schwein hat hier seinen Lebensraum gefunden und macht Potsdam mit seinem Stadtforst damit zum idealen Wissenschaftsstandort. Der Eingang des Wildparkes wird mittlerweile wieder von den verschollen geglaubten Hirschfiguren aus den Entstehungsjahren des Parkes geziert. In unmittelbarer Nähe liegt der Bahnhof Pirschheide - zu Zeiten des kalten Krieges ein belebtes Reisezentrum mit Anbindung in die damalige BRD. Heute gibt es hier nur noch Durchgangszüge, der einstige Prachtbau hat allen Glanz verloren.
Wissenschaftsstandort Alfred-Wegener-Institut
Und noch einen bemerkenswerten Wissenschaftsstandort hält die Tour durch die Potsdamer City bereit. Auf dem Telegrafenberg findet man das Geo-Forschungszentrum, das Alfred-Wegener-Institut für Meeres- und Polarforschung, das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und das Max-Planck-Institut für Gravitationsforschung. Die hiesigen Wissenschaftler sind mit ihrer Arbeit oft an internationalen Projekten beteiligt, so auch an Frühwarnsystemen für Tsunamis, obwohl diese in der Potsdamer Region wohl kaum zu erwarten sind. Ein wenig abgelegen wird hier gearbeitet und geforscht, aber der Einstein-Turm mit seiner futuristischen Architektur zieht regelmäßig Besucher an. Führungen und Vorträge gewähren spannende Einblicke und vermitteln viel Wissenswertes.