Stadtteile in Potsdam

Weiter geht es auf der Potsdamer City-Tour nach Babelsberg, einem der interessantesten Stadtteile Potsdams. Dieser Stadtteil wurde von Friedrich dem Großen 1751 für böhmische Protestanten errichten, schließlich rühmte er sich ja seiner Toleranz gegenüber allen Religionen. Das damalige Weberviertel Nowawes bildet mit der Friedenskirche das Zentrum des jetzigen Babelsbergs. Noch heute sind die typischen fünfachsigen, flachen Weberhäuschen erhalten, ebenso wie die mittlerweile nachgepflanzten Nussbäumchenhecken. Viele junge Familien mit Kindern leben hier, das Stadtbild ist geprägt vom freundlichen Miteinander. Legendär ist mittlerweile die Babelsberger Kneipennacht, während der sich gemütliche und auch mondäne gastronomische Einrichtungen mit Live-Musik und viel Unterhaltung präsentieren. Auf eine gesunde Ernährung wird dabei in Potsdam besonders geachtet. Andere Stadtteile bieten hingegen auch sehr viel Unterhaltung. Das Lindencafé am S-Bahnhof ist berühmt für seine Eiskreationen, im benachbarten Kino "Thalia" werden oft auch Independent- und Kunstfilme gezeigt. Das Filmfestival "Sehsüchte" wird ebenfalls regelmäßig hier anberaumt. Im Rathauskeller lässt es sich zünftig essen, während in den Räumen darüber Schulen ihre Kunstwerke ausstellen. Von hier aus braucht die City Tour durch Potsdam nur wenige Fußminuten bis zum Babelsberger Park. Deser Park beherbergt viele unterschiedliche Attraktionen rund um das Thema Medien. Vor einiger Zeit gab es dort auch eine Ausstellung rund um den Kampfstern Galactica zu sehen.

Stadtteile, die einen Blick auf alte Grenzen ermöglichen

Der Park Babelsberg wurde ab 1833 von Peter Joseph Lenne' und Fürst Hermann von Pückler- Muskau gestaltet. Zwei Schlösser verbergen sich in der hügeligen Landschaft zwischen seltenen Bäumen und Sträuchern, der 46 Meter hohe Flatowturm gibt eine berauschende Aussicht über die Stadt frei. Auch hier ist ein Teil der Potsdamer Universität untergebracht, es handelt sich um die juristische Fakultät. Vom Park aus hat man einen märchenhaften Blick über das Wasser mit den darauf verkehrenden Schiffen und Booten und kann dabei auch die Glienicker Brücke bewundern. Genau in ihrer Mitte verlief ab dem Bau der Berliner Mauer 1961 die Grenze zwischen Potsdam und Westberlin, hier wurden während des kalten Krieges Agenten ausgetauscht, hier scheiterte mancher Fluchtversuch. Wer genau hinschaut, erkennt die Grenzline an der Stelle, wo sich die Grünlackierung der einen Hälfte geringfügig vom Grünton der anderen Hälfte abhebt. Man hatte sich zwar auf eine Farbe geeinigt, dennoch entstand keine ebenmäßige Lackierung. Durfte früher das Grenzgebiet nicht betreten werden, ist der Park heute frei zugänglich und wird von der Bevölkerung gern als Freizeitstätte genutzt. Auch Badestellen sind vorhanden. Die Potsdamer City-Tour hält in Babelsberg allerdings noch einen weiteren interessanten Anlaufpunkt für alle die jenigen bereit, die sich für die Stadtteile Potsdams interessieren.

Stadtteile, wie der Fimpark Babelsberg

Schon früher war der Begriff "UFA" in der Welt des Filmes hoch angesehen. Die Filmstudios Babelsberg gehören mittlerweile zu den führenden Zentren der Film- und Fernsehproduktion. Internationale Filme werden hier ebenso gedreht wie deutsche Seifenopern, die Kulissen bekannter Filme sind zu bestaunen, und manchmal kann ein Filmset sogar für Veranstaltungen gemietet werden. Im künstlich angelegten Vulkan stellen Stuntmänner und -frauen ihr Können unter Beweis, das Restaurant "Prinz Eisenherz" veranstaltet regelmäßig Ritterspektakel, Hexentanzpartys und Mittelalterfeste. Nahe am Filmpark hat die Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" ihren Sitz, sie ist die älteste und größte Medienhochschule Deutschlands. Bereits im Dritten Reich wurden in Babelsberg Filme gedreht, später dann unter der Bezeichnung "DEFA". Neben Propagandafilmen entstanden hier auch zahlreiche Kinder- und Jugendfilme, ebenso wie "Die Spur der Steine" mit Manfred Krug. Dies zeichnet eigentlich alle Stadtteile in Potsdam aus: Jeder hat seine eigene Geschichte zu erzählen.