Landschaften in Potsdam
Der nächste Halt auf der Citytour in Potsdam ist die Russische Kolonie Alexandrovka. Sie entstand 1826 für die letzten zwölf Sänger eines russischen Chores. Von oben betrachtet, erkennt man in der Anordnung die Form eines Hippodroms mit mittig angelegtem Andreaskreuz. Peter Joseph Lenne´ ist verantwortlich für die Planung und bauliche Umsetzung der Siedlung, die in eine der wunderschönen Landschaften integriert wurde. Der Name wurde zum Gedenken an den Zaren Alexander I. gemeinsam von den Häusern Hohenzollern und Romanow verliehen. Die insgesamt 13 Fachwerkhäuser sind mit halbrunden Baumstämmen verkleidet, die Giebel mit traditionellen Schnitzereien geschmückt. Sie erinnern damit stark an russische Blockhäuser. Ganz in der Nähe, auf dem Kapellenberg, befindet sich die für Kolonisten erbaute russisch- orthodoxe Alexander-Newski-Gedächtniskirche. Sie wird auch heute noch für Andachten und Zeremonien genutzt.
Landschaften rund um Potsdam Bornstedt
Im Nordwesten führt die Potsdamer City-Tour nach Bornstedt. Wie ein ländlicher Vorort wirkt der Stadtteil, umgeben von der Lenne'schen Feldflur, einer der wohl schönsten Landschaften in Potsdam. Auf dem Bornstedter Friedhof liegen zahlreiche berühmte Töchter und Söhne der Stadt begraben. Architekten, Politiker, Offiziere, Lehrer, Künstler - jeder , der in Potsdam von Rang und Namen war, hat hier seine letzte Ruhe gefunden. Ein Spaziergang über den liebevoll angelegten und gepflegten Friedhof erfüllt mit Andacht und Respekt. In der Kirche mit dem freistehenden Glockenturm finden oft kleine, aber feine Konzerte statt. Das gegenüber befindliche Krongut wurde vor einigen Jahren aufwändig restauriert und lädt nun regelmäßig ein zu kulinarischen Genüssen und Veranstaltungen oder um sich an den Landschaften zu erfreuen. Die Hofbäckerei, die Brandenburg-Manufaktur und eine Glasbläserei präsentieren eine verführerische Produktvielfalt, der alljährliche Weihnachtsmarkt und die venezianische Nacht sind nur zwei Höhepunkte des Veranstaltungskalenders. Das Verweilen hier lohnt sich, doch vorerst geht die Potsdamer City-Tour weiter Richtung Ortsteil Eiche.
Landschaften und Märchenschlösser
Vorbei am oft übersehenen Schloss Lindstedt und den umliegenden Landschaften gelangt man auf Reisen durch die Weite Potsdams zum Neuen Palais, dem angrenzenden Park und dem Schloss Sanssoucci. Der Name leitet sich aus dem Französischen ab und bedeutet in der Übersetzung soviel wie "ohne Sorge". Die Sorgen verfliegen zweifelsfrei beim Anblick der malerischen Schlossgebäude und beim Spazieren durch die ausgedehnte Parkanlage. Neben barocken Bauten entdeckt man hier auch ein chinesisches Teehaus, die alte Spielanlagen des königlichen Nachwuchses und eine italienische Kirche. Das Neue Palais ist mit allen Nebenbauten Sitz der Universität Potsdam, hier sind überwiegend die naturwissenschaftlichen Fakultäten untergebracht. Aber auch ein kleines historisches Theater ist in einem Seitenflügel zu finden, klassische Stücke wirken in diesem Rahmen besonders gut. Eine Besichtigung des Hauptschlosses ist unverzichtbar, schon wegen der zwangsweise zu tragenden Filzpantoffeln. Jene schonen die empfindlichen Böden und sorgen stets für Erheiterung. Ein Flötenspieler im historischen Kostüm empfängt die Gäste standesgemäß, und nach abgeschlossener Besichtigung genießt man vielleicht einen Kaffee im Wintergarten des Restaurants "Mövenpick".